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Eckdaten des Museums:

 

Die Gründung des Bettina und Achim von Arnim-Museums war 1992 eine Initiatve des Freundeskreises, der es seitdem betreut. Mit Unterstützung des Freien Deutschen Hochstifts (Goethe-Haus Frankfrut am Main) wurde es eingerichtet, aus Spendengeldern des Freundeskreises finanziert und mit Exponaten vorwiegend aus der Familie von Arnim sowie aus dem Goethe-Haus ausgestattet. Das Museum zeigt ausschnitthaft die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Den Schwerpunkt bilden Bettina und Achim von Arnim. Der Atelier-Raum ihres Enkels, des Malers Achim von Arnim-Bärwalde, der das Haus erweiterte und dem es seinen schlossartigen Charakter verdankt, ist ein musealer Bereich, in dem auch Veranstaltungen stattfinden. Der Freundeskreis tritt bereits seit 2015 dafür ein, einen weiteren Raum einzurichten, der die Zeit von 1945 bis 1990 zeigt und hat hierzu ein Konzept erarbeitet.    

 

Zur Geschichte des Hauses:

 

Das Gut Wiepersdorf gehörte zum "Ländchen Bärwalde" ("Ländeke"). Der Vater des Dichters Ludwig Achim von Arnims war Joachim Erdmann von Arnim, preußischer Kammerherr, Gesandter Preußens in Kopenhagen und Dresden, von König Friedrich II. zum „Directeur des Spectacles“ ernannt. Er erwarb das "Ländeken" 1780 von den Nachfahren des Gottfried Emanuel von Einsiedel ("Chef" der "Langen Kerls"), der in Wiepersdorf 1734 ein schlichtes barockes Gutshaus errichten ließ.

 

Joachim Erdmann von Arnim war verheiratet mit der nach der Geburt Achims verstorbenen Amalia von Labes, Tochter des Hans von Labes und seiner Frau Karoline geborene Daum verwitwete Fredersdorff. Ihr Vater war der Bankier und Rüstungsfabrikant Adolf Daum. In erster Ehe war sie mit Michael Gabriel Fredersdorff verheiratet, einem engen Vertrauten König Friedrichs II, der ihm das Gut Zernikow nördlich von Berlin schenkte. Karoline von Labes kümmerte sich maßgeblich um die Erziehung ihrer beiden Enkel Achim und Carl Otto. Joachim Erdmann hatte für seine Söhne kaum Zeit und trat die Erziehung an seine Schwiegermutter Karoline gegen Geld ab. Die Brüder wuchsen in ihrem Berliner Stadtpalais am "Quarré " auf, dem heutigen Pariser Platz, an der Stelle der Akademie der Künste. Als Kinder waren sie im Sommer oft und gerne in Zernikow.     

 

1804 wird Achim von Arnim nach dem Tode seines Vaters zunächst mit seinem Bruder Carl Otto Eigentümer des "Ländchen Bärwalde" mit Wiepersdorf, später alleine. 1814 zog er mit seiner Frau Bettine von Berlin nach Wiepersdorf, übernahm die Bewirtschaftung der verschuldeten Güter und modernisierte sie. Das ebenfalls zu seinem Erbe gehörende Schloss Bärwalde (1947 zerstört) bewohnte er gelegentlich auch. Bettina von Arnim verfasste dort ihr Werk "Die Günderrode". Sie zog das Leben in der preußischen Hauptstadt dem Landleben in Wiepersdorf vor, kehrte aber nach dem Tode Achim von Arnims häufiger und gerne dorthin zurück. 

 

Rokoko Stukkatur Gartensaal

 

Rokoko-Stukkatur, Blick aus dem Gartensaal

 

Gartensaal

 

 

Caroline

Karoline von Labes geb. Daum, verw. Fredersdorff, die Großmutter Achim von Arnims. Germäde von Frahcke, 1782,

copyright: Freundeskreis Schloss Wiepersdorf-Bettina und Achim von Arnim-Museuem e.V.

 

 

 

Nach dem Tod Bettina von Arnims erhielt Wiepersdorf ihr ältester Sohn Freimund von Arnim, verheiratet mit der früh verstorbenen Anna von Baumbach. Deren Sohn Achim von Arnim-Bärwalde ("der Maler"), der Wiepersdorf 1863 übernahm, studierte  zunächst Jura, dann Malerei bei dem Münchner Historienmaler Carl Theodor von Piloty. Er ließ umfangreiche Erweiterungen des Gutshauses durch den Anbau eines dreiachsigen Risalits an der Westseite und durch die Anlage des von ihm im französischen Stil gestalteten Barockgartens vornehmen, in dem die Blumenrabatte des tiefer gelegten Parterre früher dem Muster einer bourbonischen Lilie folgten. Eine west-östliche Sichtachse führt zur Terrasse und zum Gartensaal im Zentrum des Hauses, in dem die originalen Rokoko-Stukkaturen und Marmorkamine des achtzehnten Jahrhunderts erhalten sind. Die historischen Räume stehen den Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses offen.  


Durch die kunstsinnige Hand Arnim-Bärwaldes erhielt das Haus seinen schlossartigen Charakter. Die im Kern mittelalterliche Kirche erhielt eine romanisch anmutende Ummantelung im Geiste der Romantik. Außerdem baute er um 1880 eine Orangerie. Er bereiste mehrfach Italien und erwarb dort die Skulpturen und Vasen, die im Park von Wiepersdorf stehen. Während seiner Abwesenheiten führte sein Vetter Moritz von Baumbach den Gutsbetrieb.

 

Das von Arnim-Bärwalde reich bemalte und mit einigen seiner Gemälde ausgestattete Atelier, das heute zum Museum gehört und auch für Veranstaltungen genutzt wird, ist ein bedeutendes Gesamtkunstwerk im Brandenburger/Berliner Raum. Von der zweiten Frau seines Vaters, Claudine Brentano-Firnhaber erbte er ein ansehnliches Vermögen. Der Atelier-Raum (s.u.) wurde auf Initiative des Freundeskreises aus EFRE-Mitteln des Landes Brandenburg mit neuen Vitrinen ausgestattet und dank der Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Denkmalamtes fachgerecht in den originalen Farben restauriert.  

 

Wegen der Renovierungsarbeiten ist das Museum vorerst geschlossen. Wir bitten um Verständnis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns unter

 

 

Museum Atelier Achim von Arnim-Bärwalde

 

 
 

Freundeskreis Schloss Wiepersdorf - Bettina und Achim von Arnim-Museum e.V.

Adresse im Raum Berlin-Brandenburg:
Bettina von Arnim-Straße 13
14913 Wiepersdorf
 
Offizielle Vereinsadresse:

c/o Goethe-Haus/ Freies Deutsches Hochstift

Großer Hirschgraben 23- 25

60331 Frankfurt am Main

 
 

Öffnungszeiten Museum:

Wegen der laufenden Bauarbeiten bleibt das Museum

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