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Das Gut Wiepersdorf gehörte zum "Ländchen Bärwalde" ("Ländeke"). Der Vater Ludwig Achim von Arnims, Joachim Erdmann von Arnim, preußischer Kammerherr, Gesandter Preußens in Kopenhagen und Dresden, und später von König Friedrich II. zum „Directeur des Spectacles“ ernannt, erwarb das "Ländeken" 1780 von den Nachfahren des Gottfried Emanuel von Einsiedel, der in Wiepersdorf 1734 ein schlichtes barockes Gutshaus errichten ließ.

 

1804 wird Achim von Arnim nach dem Tode seines Vaters zunächst mit seinem Bruder Carl Otto Eigentümer des "Ländchen Bärwalde", später alleine. 1814 zog er mit seiner Frau Bettine von Berlin nach Wiepersdorf, übernahm die Bewirtschaftung der verschuldeten Güter und modernisierte sie. Das ebenfalls zu seinem Erbe gehörende Schloss Bärwalde (nach 1945 zerstört) bewohnte er gelegentlich. Bettina von Arnim verfasste dort ihr Werk "Die Günderrode". 

 

Joachim Erdmann von Arnim war verheiratet mit der nach der Geburt Achim von Arnims verstorbenen Amalia von Labes, Tochter des Hans von Labes und seiner wohlhabenden Frau Carolina geborene Daum, Tochter eines Bankiers und Rüstungsfabrikanten, die sich maßgeblich um die Erziehung ihrer Enkel Achim und Carl Otto von Arnim kümmerte. Die Brüder wuchsen in ihrem Berliner Stadtpalais am „Quarré“ auf, heute Pariser Platz, das sich an der Stelle der Akademie der Künste befand. Aus erster Ehe mit dem Geheimen Kämmerer und Vertrauten König König Friedrichs II. erbte Carolina von Labes u.a. das Gut Zernikow nördlich von Berlin, auf dem sich Achim von Arnim in seiner Kindheit gerne aufhielt. Sie unterstützte ihren Schwiegersohn Joachim Erdmann von Arnim, der sich kaum um die Erziehung seiner Söhne kümmern konnte, finanziell beim Erwerb des Ländchens Bärwalde. 

Rokoko Stukkatur Gartensaal

 

Rokoko-Stukkatur, Blick aus dem Gartensaal

 

Gartensaal

 

 

Nach dem Tod Bettina von Arnims erhielt Wiepersdorf ihr ältester Sohn Freimund von Arnim, verheiratet mit der früh verstorbenen Anna von Baumbach. Deren Sohn Achim von Arnim-Bärwalde, der Wiepersdorf 1863 übernahm, studierte  zunächst Jura, dann Malerei bei dem Münchner Historienmaler Carl Theodor von Piloty. Er ließ umfangreiche Erweiterungen des Gutshauses durch den Anbau eines dreiachsigen Risalits an der Westseite und durch die Anlage des von ihm im französischen Stil gestalteten Barockgartens vornehmen, in dem die Blumenrabatte des tiefer gelegten Parterre früher dem Muster einer bourbonischen Lilie folgten. Eine west-östliche Sichtachse führt zur Terrasse und zum Gartensaal im Zentrum des Hauses, in dem die originalen Rokoko-Stukkaturen und Marmorkamine erhalten sind. Die historischen Räume stehen den Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses offen.  


Durch die kunstsinnige Hand Arnim-Bärwaldes erhielt das Haus seinen schlossartigen Charakter. Außerdem baute er um 1880 eine Orangerie. Die im Kern mittelalterliche Gutskirche erhielt eine der Romanik nachempfundene Ummantelung. Das von ihm reich bemalte und mit einigen seiner Gemälde ausgestattete Atelier, das heute zum Museum gehört und auch für Veranstaltungen genutzt wird, ist ein bedeutendes Gesamtkunstwerk im Brandenburger/Berliner Raum. Der Atelier-Raum (s.u.) wurde auf Initiative des Freundeskreises aus EFRE-Mitteln des Landes Brandenburg mit neuen Vitrinen ausgestattet und dank der Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Denkmalamtes fachgerecht in den originalen Farben restauriert.  

 

Das Museum ist ab Anfang April 2019 an jedem Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ab dem 3. November 2018 ist es vorübergehend geschlossen. Wegen der laufenden Renovierungsarbeiten finden außerhalb dieser Öffnungszeit gesonderte Führungen statt, die nach vorheriger vorheriger Terminvereinbarung möglich sind. Wir bitten um Verständnis. 


Anmeldung von Gruppen über E-Mail an den Freundeskreis: 

 

 

Museum Atelier Achim von Arnim-Bärwalde

 

 
 

Freundeskreis Schloss Wiepersdorf - Bettina und Achim von Arnim-Museum e.V.

Adresse im Raum Berlin-Brandenburg:
Bettina von Arnim-Straße 13
14913 Wiepersdorf
 
Offizielle Vereinsadresse:

c/o Goethe-Haus/ Freies Deutsches Hochstift

Großer Hirschgraben 23- 25

60331 Frankfurt am Main

 
 

Öffnungszeiten Museum:

 

Das Museum ist zwischen Februar und November geöffnet.
Wir bitten um Verständnis, dass Besuche und Führungen

während der laufenden Renovierungsarbeiten des Schlosses

nur nach Voranmeldung möglich sind. 

Sie erreichen uns unter

Wir freuen uns über Ihr Interesse!